Sabine Dillner
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Schatten über Glencoe

Der Roman:

Nach einer schicksalhaften Begegnung in den Highlands verlieben sich Allinson MacDonald und Malcolm Campbell ineinander. Eine Liebe, die nicht sein soll, gehören beide doch seit Jahrhunderten verfeindeten Clans an. Obwohl sie sich heraushalten wollen, geraten Allison und Malcolm schon bald in die Mühlen eines blutigen Konflikts…
Eine Geschichte von Liebe und Hass, Treue und Verrat, Schuld und Vergebung.

Der historische Hintergrund:

Der englische König William III. von Oranien hatte 1677 Maria, die Tochter des schottischen Königs Jakob II. (James) geheiratet. 1689 gelang es ihm, seinen Schwiegervater zu entthronen und seine Herrschaft somit auf Schottland auszudehnen.
Viele Schotten aus den Highlands (die sogenannten Jakobiten) blieben jedoch ihrem alten König treu, auch nachdem dieser nach Frankreich ins Exil geflohen war, und sorgten immer wieder für Unruhe.
Bereits im Juli 1689 wollten König Williams Truppen ein für allemal den Anhängern James' den Garaus machen. Bei Killiecrankie kam es zur Schlacht zwischen den zahlenmäßig weit überlegenen Königstruppen und knapp hundert Highlandern unter Führung des Viscount Dundee. Die Highlander errangen einen spektakulären Sieg, aber nachdem Dundee tödlich getroffen wurde und sie somit ihrer Führers beraubt waren, verloren sie ihre Sache trotz der gewonnenen Schlacht.
William III., dem die Schotten an sich höchst gleichgültig waren, brauchte dringend Frieden in den Highlands, da er mit seinem Krieg gegen Frankreich genug zu tun hatte. Deshalb verlangte er, dass alle Clanführer bis zum 1. Januar 1692 einen Treueid abzulegen hätten.

Aufgrund schlechten Wetters und eines Missverständnisses über den Ort der Eideserklärung konnte MacIain, der Clanchief der MacDonalds von Glencoe, den Eid erst einige Tage nach der gesetzten Frist ablegen. Obwohl ihm zugesichert wurde, den verspäteten Eid zu akzeptieren, befahl die Londoner Regierung auf Betreiben des Earl von Breadalbane und des Schottlandministers John Dalrymple, an den relativ unbedeutenden MacDonalds von Glencoe zur Abschreckung anderer aufsässiger Clans ein Exempel zu statuieren.
Mit dem Befehl "keinen unter 70 am Leben zu lassen" marschierten Truppen unter Führung des Robert Campbell von Glenlyon in das Tal und baten wegen des schlechten Wetters um Aufnahme. Die Soldaten blieben mehrere Tage in Glencoe, wo sie mit der in den Highlands üblichen Gastfreundschaft behandelt wurden…
In den frühen Morgenstunden des 13. Februar 1692 richteten sie ein furchtbares Blutbad unter den arglosen MacDonalds an. Mehr als zweihundert Menschen wurden an diesem Tag von den Soldaten brutal ermordet oder erfroren im tobenden Schneesturm bei der Flucht durch die Berge.

Das Massaker von Glencoe war eines der schlimmsten Kapitel in der ohnehin blutigen Geschichte Schottlands, da es mit einer Verletzung der Gastfreundschaft einherging. Nach gälischem Recht gab es keine verabscheuungswürdigere Tat.

Auf Druck von außen sah König William sich später gezwungen, zumindest pro Forma eine Untersuchungskommission zu den Ereignissen von Glencoe einzusetzen. Die Untersuchungen verliefen erwartungsgemäß im Sande; keiner der am Massaker direkt oder indirekt Beteiligten wurde bestraft.

Mag diese Unglücksstunde
verflucht auf ewig im Kalender stehn!

(Shakespeare, Macbeth)


Lesermeinungen:
Liebe und Hass, Schuld und Vergebung - quälende, widerstreitende Gefühle bestimmen die bewegende, tragische Geschichte mit versöhnlichem Ausgang. Sie gibt einen Einblick in das schottische Clanleben, zeichnet glaubwürdige Charaktere und bietet eindrückliche Naturbeschreibungen der rauen, wilden und geheimnisumwitterten, aber auch idyllischen Landschaft, die auf ihre Bewohner abfärbt. Historische Hintergrundinformationen und Worterklärungen schließen das Werk sinnvoll ab.
(Nordbayerischer Kurier)

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es durch einen wundervollen Schreibstil besticht und mich somit gleich durch die Handlung und die Magie der Geschichte gefangen hat.
(Sarah Meister, Kinder-Redaktion, Buecherkinder.de)

Dieses empfehlenswerte Buch bringt absoluten Lesespaß. Mit der Verbindung des wahren historischen Hintergrundes ist diese Liebesgeschichte ein spannendes Erlebnis. Nebenbei lernt der Leser viel über Land und Leute kennen.
(Arbeitsgruppe Kinder- und Jugendliteratur, Goslar)

Dieser Roman ist keine rein glückliche Liebesgeschichte, sondern steckt voller Leid und Trauer. Schauer erfassten mich und die bildhafte Erzählung der Autorin trug dazu bei, dass Freude und Entsetzen abwechselnd in meiner Mimik zu erkennen waren ... Wenn ich richtig liege, könnte es sein, dass es eine Fortsetzung geben wird. Diese würde ich sehr begrüßen, da ich zu gern wissen würde, wie es mit dem jungen Paar weitergeht.
Ein sehr schönes Buch für Leser, die unterschiedliche Emotionen schätzen.
(Liebesromanforum)

Atmosphärisch dicht und mit viel Gefühl für die schottische Seele bearbeitet S. Dillner das im Anhang erklärte Thema, inhaltlich aufgepeppt mit der Romeo-und-Julia-Geschichte, angefüttert mit mittelalterlichen Hexenbräuchen und einem schwer erkämpften Happy End. Romantikthriller für Mädchen ab 14. Empfohlen.
(Kirsten Brodmann, ekz-informationsdienst)

Eine fein gesponnene Liebesgeschichte, der mystische Zauber der Natur und die auf einer wahren Begebenheit beruhenden politischen Vorkommnisse, die durch rohe Gewalt geprägt sind, bilden einen starken Gegensatz. Dies erzeugt Spannung und hilft den Lesern, die innere Zerissenheit von Allison sehr gut nachzuvollziehen. Ein packender Einblick ins Clanleben in den schottischen Highlands.
(Kartin Schmid, Querlesen)

Hallo Sabine!
Ich habe Ihr Buch Schatten über Glenco geradezu verschlungen und habe etwas nachrecherchiert, ob es noch weitere Geschichtsromane von Ihnen oder vielleicht sogar einen zweiten Teil von besagtem Buch gibt.
Außerdem finde ich Schatten über Glencoe hätte durchaus das Zeug zu einem Kinofilm!!!!!!!!!
Das fände ich klasse!!!!!
(Juliane)



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